CDU-Ortsverband Windhagen

Mittelalterliche Kirchturm-Politik - Unkel Hinterheide


Mit Erstaunen hat der CDU Ortsverband Windhagen den neuerlichen Antrag der CDU Fraktion im Stadtrat Unkel zur Kenntnis genommen.

Nachdem eine Windparkanlage am Asberg an den gesetzlichen Hürden und dem massiven Bürgerprotest scheiterte, versucht nun, gestützt auf gesetzlich veränderte Maßnahmen der SPD-geführten Landesregierung, die CDU Unkel einen erneuten Anlauf zum Bau von Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Hinterheide.

Bereits das Vorhaben, den Bau von Photovoltaik-Flächen auf der Hinterheide, in unmittelbarer Nachbarschaft der Gemeinde Windhagen, mit den Ortsteilen Schweifeld und Rederscheid in Planung zu nehmen, löste Empörung aus.Die Bad Honnef AG (BHAG) zusammen mit der WV Energie AG tritt als Vorhabenträger auf. Die Inbetriebnahme ist für 2023 geplant.

Damals schon reklamierte der CDU Ortsverband Windhagen die zweifelhafte Kommunikation des Projektes. Entgegen den Zusagen, die Ortsgemeinde Windhagen an den Planungen zu beteiligen, reichte es noch nicht einmal für eine Information über die Weiterentwicklung der   Maßnahmen. Der Ortsbürgermeister Martin Buchholz (CDU) erfuhr erst über Dritte, dass man die Planungen ohne Windhagen in Angriff genommen hatte.

„Die Inanspruchnahme erneuerbarer Energie ist nicht nur zukunftweisend, sondern insbesondere durch derzeitigen Abhängigkeiten von fossiler Energie, unverzichtbar. Aber, man kann es einfach nicht hinnehmen, dass konkrete Projekte durchgeführt werden, ohne die betroffenen Anwohner mit ins Boot zu nehmen“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/FDP Fraktion im Windhagener Gemeinderat, Alfons Ewens.

Nicht nur das Vertrauensverhältnis unter benachbarten Kommunen wird langfristig geschädigt, mit dem Vorhaben selbst wird wertvolle Natur zerstört und mit der Beanspruchung bisher landwirtschaftlich genutzter Flächen wird ein ortsansässiger Landwirt in der Ruin getrieben.

Der aktuelle Antrag zur Windkraftanlage auf der Hinterheide setzt nun allem die Krone auf. Etwas mehr Instinkt für die Belange von Anwohnern und Politik in der Nachbargemeinde hätte das Schlimmste verhindern können. Trotz wiederholter Angebote aus Windhagen, einen Weg der gemeinsamen Kommunikation zu finden, hält man an der ignoranten Marschrichtung fest.

Der CDU/FDP Fraktionsvorsitzende im Windhagener Rat, Lothar Köhn formuliert seine Kritik wie folgt: „ Die großen Aufgaben des Klimawandels stellen nicht nur Herausforderungen an die Stadt Unkel. Dieses schwere Paket kann nur mit vereinten Kräften und natürlich weltweit gestemmt werden. Es wäre fatal wenn es benachbarten Kommunen nicht gelingen könnte,  den entscheidenden Schulterschluss in der Sache zu finden. Alles andere wäre mittelalterliche Kirchturmpolitik.“

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